Das ist dann eine FF von mir. Sie ist der erste Teil, von nem Drama. Ich weise aber darauf hin, das diese Ff ab 18 ist. ___________________________________________________ Kapitel 1 Zum letzten Mal Sie saß in ihrem Zimmer und weinte. Gerade war er wieder da. Ihr Vater. Er kam immer dann in ihr Zimmer wenn ihm danach war. Sie wusste nur zu gut was sie dann immer erwartete, besonders dann wenn er was getrunken hatte. Aber diesmal war es schlimmer als sonst. Diesmal hatte er noch mehr auf sie ein geprügelt als sonst. Flashback Sie saß an ihrem Schreibtisch und lernte für eine Klausur für die Uni, die sie am nächsten Tag schreiben sollte, als plötzlich die Tür auf ging und ihr Vater in der Tür stand. Er hatte mal wieder was getrunken, das konnte sie sofort sehen. Er trank schon seid Jahren er konnte oder er wollte es nicht mehr verheimlichen. Sie drehte sich halb um und sah ihn an. Das Gefühl von Panik stieg in ihr auf. Langsam kam ihr Vater immer näher zu ihr rüber und ehe sie sich versah hatte sie auch schon seine flache Hand in ihrem Gesicht. Sie versuchte ihr Gesicht vor den Schlägen zu schützen aber gegen die Kraft ihres Vaters kam sie einfach nicht an. Er packte sie plötzlich an den Haaren und schmiss sie zu Boden, wo er mit den Fäusten auf sie einschlug. „Bitte hör auf damit! Was habe ich dir denn getan?“ rief sie ihm entgegen. „Halt die Klappe!“ schrie er sie an und ein Tritt in ihrem Bauch lies sie schwarz vor Augen werden. Benommen versuchte sie sich auf zu richten, aber sie hatte die Rechnung ohne ihren Vater gemacht. Er packte sie wie so oft an den Haaren, zog sie hoch und schmiss sie gegen die Wand. Sie knallte mit dem Rücken dagegen und stieß ein Schmerzens Schrei aus. Dann wurde alles schwarz. Als sie wieder zu sich kam lag sie noch immer auf dem Boden. Sie sah sich in dem Zimmer um und suchte nach ihrem Vater. Je mehr sie versuchte sich zu bewegen, desto mehr schmerzte ihr gesamter Körper. Ganz langsam drehte sie sich, doch es fiel ihr so unendlich schwer. Als sie sich sich auf den Rücken drehte, konnte sich so in den gesamten Raum umsehen. Aber zum Glück war ihr Vater nicht mehr da. Tränen schossen ihr in die Augen. Wie lange lag sie schon hier? Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Sie hoffte nur das er so schnell nicht wieder zurück kommen würde, denn sie war sich sicher, das es böse ausgehen würde. Sie drehte sich auf die Seite, robbte zum Schreibtisch und versuchte sich daran hoch zu ziehen. Was leichter gesagt ist als getan, denn der Schmerz war unerträglich. Sie hielt sich an dem Tisch fest und ging langsam auf ihr Bett zu um sich darauf zu setzen. Flashback ende Sie lag mittlerweile auf dem Bett und schloss vor Erschöpfung ihre Augen. Joana war ihr Name, doch sie wurde meist nur Jo gerufen und war 22 Jahre alt und lebte seit dem verschwinden ihrer Mutter bei ihrem Vater. Wie oft hatte Joana sich gefragt wo ihre Mutter ist. Wieso war sie einfach abgehauen ohne sie mit zu nehmen? Was war passiert das sie abgehauen ist? Hatte ihr Vater sie etwas auch geschlagen? Bestimmt. Sonst wäre sie bestimmt nicht abgehauen. Jo dachte darüber nach was sie tun sollte. Sollte sie hier bleiben, hier bei diesem Schläger? Aber wenn sie abhauen würde, wo sollte sie denn hin? Es gab niemanden wo sie hin konnte. Es war niemand da dem Jo vertrauen konnte. Aber sie wusste auch das es so nicht weiter gehen konnte. Jo öffnete noch einmal ihre Augen. Es war dunkel. Wie spät es war wusste sie nicht. Was machte es für einen Unterschied ob es Tag oder Nacht war? Keinen. Jo schloss wieder ihre Augen, denn sie war viel zu müde um sich noch weiter Gedanken zu machen und schlief schließlich ein. Also Jo am nächsten Morgen aufwachte und versuchte sich zu bewegen hatte sie höllische Schmerzen. Er hatte wirklich hart zu geschlagen. Jo versuchte sich auf zu rappeln, was ihr auch nach einiger Zeit gelang. Langsam ging sie zur Tür öffnete diese einen Spalt und spähte auf den Flur hinaus. Nichts war zu hören. Ob ihr Vater noch schlief? Oder war er vielleicht in der Küche? Vielleicht war er aber auch gar nicht zu Hause? Möglich wäre es. Jo hoffte inständig das er nicht zu Hause war. Jo machte die Tür weiter auf und ging hinaus auf den Flur. Langsam und leise ging sie Richtung Küche. Sie hoffte das er nicht da war. Fast hatte sie ihr Ziel erreicht. Die Schmerzen in ihrem Körper machten Jo sehr zu schaffen so das sie sich nicht all zu schnell fort bewegen konnte. Jo hatte die Tür erreicht und griff an die Türklinke, drückte sie runter und öffnete die Tür. Als sie eintrat war ihr Vater nicht da. Jo sah auf die Uhr. Es war gerade mal 8 Uhr in der früh und normalerweise saß ihr Vater um diese Zeit schon in der Küche. Aber diesmal war es nicht so. Wo war er nur? Jo drehte sich um und ging weiter durch den Flur und ging ins Wohnzimmer. Die Tür war offen. Aber auch hier war er nicht. Jetzt blieb nur noch das Schlafzimmer. Es lag direkt neben dem Wohnzimmer, aber diese Tür war zu. Jo hatte das Gefühl als würde ihr Herz bis zum Hals schlagen, solche Angst hatte sie. Was würde er wieder mit ihr machen wenn er sie an der Tür sehen würde. Jo wollte sich das lieber nicht ausmalen. Als sie an der Tür ankam und sie so leise wie nur möglich öffnete konnte sie schon sehen das, das Bett von ihrem Vater leer war. Wann war er gegangen? Jo hatte es gar nicht mitbekommen. Wie auch? Sie war so fertig gewesen das sie irgendwann einschlief gestern . „ Das ist die Gelegenheit!“ dachte sich Jo und ging etwas zügiger in ihr Zimmer zurück. Sie nahm sie eine Tasche aus dem Schrank und stopfte so viele Sachen wie möglich hinein. Jo nahm auch das bisschen Geld was sie mühsam und heimlich zusammen gespart hatte und steckte es ein. Schnell ging sie in den Flur schnappte sich ihre Jacke von der Garderobe und verließ das Haus. Bis zum Bahnhof hatte Jo es nicht sehr weit und da sie Geld sparen wollte, lief sie bis dahin. Es war ihr egal wie groß die Schmerzen waren die sie hatte, sie wollte einfach nur Geld sparen. Der Zug würde noch teuer genug werden. Nach einer viertel Stunde erreicht sie den Bahnhof. Jo stand vor der Anzeigetafel, die ihr anzeigte welcher Zug wohin fahren würde. Aber wo wollte sie denn jetzt hin? ________________________________________________________________________________________________________________________________________________ KAPITEL 2 FÜR IMMER?? Jo stand jetzt schon eine ganze Weile vor der Anzeigentafel und noch immer wusste sie nicht wo sie hin wollte. Viel Zeit hatte sie aber nicht, da sie ja nicht wusste wann ihr Vater wieder nach Hause kam. Was würde er machen wenn er merkt das Jo nicht mehr da war? Er würde sie bestimmt suchen und wenn er sie finden sollte, dann wollte sie sich lieber nicht ausmalen was er mit ihr an stellt. Wahrscheinlich würde er sie zu Tode prügeln. Es half alles nichts. Sie musste jetzt eine Entscheidung treffen. Sie warf noch mal einen kurzen Blick auf die Tafel und nahm den nächst besten Zug der ihr ins Auge fiel. „Dann wird es wohl Berlin werden!“ dachte sich Jo und ging zu einem Automaten und druckte sich ein Ticket aus und machte sich anschließend auf dem weg zu dem Gleis. Seufzend stieg Jo in den Zug ein und suchte sich einen Platz. Sie hatte keine Ahnung was sie erwarten würde. Sie hoffte das sie es schaffen würde sich ein neues Leben auf zu bauen. Aber als erstes musste ein Job her, schließlich musste sie ja auch von irgend etwas leben. Und eine Wohnung brauchte sie ja auch. Und ihr Studium? Was sollte sie damit machen? Sollte sie es zu Ende bringen? Wie sehr hatte sie dafür gekämpft um zur Uni zu gehen. Sie wollte unbedingt Lehrerin werden. Ihr Vater wollte es nicht, aber irgendwie hatte sie es doch geschafft zur Uni zu gehen. Nie im Traum hätte Jo daran gedacht es vielleicht mal auf geben zu müssen. Sie wollte es auch gar nicht auf geben. Aber was sollte sie denn machen? Etwa bei ihrem Vater bleiben, der sie eines Tages umgebracht hat? Nein. Das wollte sie auf gar keinen Fall. Es blieb also nur die Flucht. Vielleicht hatte sie ja Glück und würde einen Studienplatz in Berlin finden. Auch wenn sie ganz von neu anfangen müsste, es war ihr egal. Die Hauptsache war, das sie erst mal von ihrem Vater weg kommt. Über alles andere würde sie sich Gedanken machen wenn sie in Berlin ankommt. Nach etwas mehr als 6 Stunden Zugfahrt erreichte Jo endlich die Hauptstadt. Seufzend stieg sie aus dem Zug aus und machte sich auf dem Weg in die Bahnhofshalle. Sie sah sich um. Es war ein riesiger Bahnhof. Mit viele kleinen Läden darin, man könnte fast meinen es wäre eine eigene Stadt. Aber auch nur fast. Jetzt musste Jo hier erst mal raus. Aber wohin? Sie beschloss erst mal zu einem Service-Punkt zu gehen in der Hoffnung man könne ihr dort vielleicht weiter helfen. Jo sah schon von weitem das es etwas dauern würde, denn davor hat sich eine lange Schlange gebildet. Nach etwa 10 Minuten war Jo dann endlich an der Reihe. „Guten Tag! Was kann ich für sie tun?“ fragte die Frau freundlich hinter dem Schalter und sah Jo wartend an. „Hallo. Ich weiß das ich hier nicht ganz richtig bin mit meiner Frage, aber ich hoffe sie können mir vielleicht trotzdem weiter helfen!“ gab Jo schüchtern von sich. „Ich werde versuchen ihre Frage soweit es mir möglich ist zu beantworten!“ sagte sie lächelnd. „Können sie mir vielleicht sagen wo man hier günstig ein Hotelzimmer bekommen kann? Ich bin das erste mal hier in Berlin und kenne mich nicht aus!“ stellte Jo nun ihre Frage und hoffte das die Frau ihr helfen konnte. „Ja da haben sie Glück. Also in Berlin Mitte gibt es ein recht günstiges Hostel wo sie ganz bestimmt ein Zimmer bekommen werden. Ich schreib ihnen mal die Adresse auf!“ sagte die Frau und schrieb die Adresse auf samt Beschreibung wie Jo zu dem Hostel kommen würde. „Vielen Dank für ihre Hilfe!“ sagte Jo noch bevor sie ihre Tasche nahm und ging. „Kein Problem. Ich wünsche ihnen viel Spaß hier in Berlin!“ sagte die Frau lächelnd und schon bediente sie auch schon den nächsten Kunden. „Viel Spaß! Wenn sie nur wüsste!“ dachte sich Jo. Wenn sie nur wüsste wieso sie hier in Berlin ist. Jo sah auf den Zettel den die Frau ihr gegeben hat und ging in Richtung von dem Gleis. Nach etwa 15 Minuten fahrt mit der Bahn hatte Jo ihr Ziel erreicht. Sie ging die Treppen der S-Bahnstation runter und blickte schon auf das Hostel was die Frau ihr aufgeschrieben hatte. Sie ging über die Straße und machte die Tür zum Hostel auf. An der Rezeption herrschte reges Treiben. An der Rezeption selber stand eine junge Frau. Sie musste etwa in Jo's Alter. Sie hatte Schulterlange braune Haare und machte auf Jo einen recht sympathischen Eindruck. Sie ging an die Rezeption und hoffte das es noch ein Bett gab. Das der Weg hier her nicht umsonst war. „Hallo. Willkommen in Berlin! Ich bin Sarah!“ begrüßte sie Jo und lächelte sie an. „Hallo. Ich bin Jo. Habt ihr vielleicht noch ein Bett frei!“ fragte Jo und brachte Sarah ebenfalls ein Lächeln entgegen. Sarah sah auf ihren Computer. Es dauerte einige Sekunden bis sie wieder aufsah. „Da hast du aber Glück. Es ist gerade ein Bett wieder frei geworden.“ sagte ihr Sarah und legte ihr ein paar Formulare hin. Jo starrte auf das Blatt Papier. Was sollte sie jetzt tun? Sie musste es ausfüllen, das war ihr klar. Aber was sollte sie eintragen wo sie wohnen würde? Jo beschloss in die Offensive zu gehen und zu fragen was sie dort eintragen sollte. Schließlich war sie ja neu hier in Berlin. „Ich....Ich bin gerade hier in Berlin angekommen und wollte hier bleiben. Das heißt ich habe keinen festen Wohnsitz.“ sagte Jo und sah Sarah erwartungsvoll an. „Hmm...Ok. Dann lass das offen. Ist zwar nicht so üblich, aber ich denke das ist ok. Ich muss dich dann nur darum bitten sofort schon zu bezahlen.“ bekam Jo zurück und atmete erleichtert durch. „Das ist nicht schlimm. Danke. Kann ich für eine Woche bezahlen?“ fragte Jo. „Ja klar. Wenn du noch mal verlängern willst, dann sag einfach rechtzeitig Bescheid!“ erklärte Sarah ihr und sagte ihr dann auch noch wo sich ihr Zimmer befand. Nachdem Jo das erledigt hatte ging sie auf das Zimmer. Dort angekommen klopfte Jo kurz an der Tür, aber es antwortete ihr niemand. Jo machte die Tür auf und ging ins Zimmer. Es war ein nicht sehr großes Zimmer. Es war ein Tisch darin mit vier Stühlen, was direkt am Fenster stand. An den beiden Wänden standen je ein Hochbett. Es war also für 4 Personen hier Platz. Jo ging auf eines der Hochbetten zu, wo man schon sehen konnte das es noch frei war. Es lag Bettwäsche darauf und Jo machte sich gleich daran es zu beziehen. Nachdem sie fertig war ging sie noch mal runter zu Sarah an die Rezeption. Sie musste versuchen einen Job zu bekommen, das war wichtiger als alles andere. Aber was wollte sie machen? Es gab so viele Möglichkeiten, aber Jo hatte keine Ahnung was sie machen wollte. Kapitel 3 Alles so einfach Jo wollte an ihrer Situation keine Arbeit zu haben was ändern. Sie beschloss zur Rezeption runter zu gehen und nach einem Internetcafe zu fragen. Irgendwo musste sie ja anfangen. Wenn sie erst mal einen Job hatte, dann würde sie auch leicht eine Wohnung finden. Wer will denn schon jemanden haben der keinen Job hat und seine Miete nicht zahlen kann? Jo ging auf Sarah zu die noch immer an der Rezeption stand. „Hallo Sarah. Sag mal, gibt es hier in der nähe ein Internetcafe?“ fragte Jo nach und hoffte darauf das eines in der Nähe ist, ohne das sie einen weiten Weg haben würde. „Ein Internetcafe ist ein paar Straßen weiter, aber wenn du willst dann kannst du hier auch ins Internet. Wir haben hier 3 Computer zur Nutzung.“ entgegnete Sarah. „Oh ja danke.“ sagte Jo und lächelte Sarah an. Sie setzte sich an einen der Computer und ging auf eine Seite mit Jobangeboten. Es war nicht einfach was zu finden. Das Problem war auch, das Jo nicht wusste was sie eigentlich wollte. Es wurde alles gesucht. Angefangen bei Kellnerin bis hin zu irgend welchen Bürojobs. Plötzlich las Jo einen Anzeige die ihre Aufmerksamkeit erregte. „ Eine 3 Mann-Band sucht Roadie!“ las Jo sich selber vor. Mehr stand da auch nicht, keine weiteren Informationen. Etwas weiter unten konnte sie eine Telefonnummer sehen, die sie sich auch gleich aufschrieb. Jo hatte zwar nicht die große Hoffnung das sie den Job bekommen würde, aber einen Versuch ist es wert. Sie sah sich um und entdeckte ein Telefon. Mit etwas zittrigen Fingern wählte Jo die Nummer. Sie hatte Glück, denn es ertönte ein 'Freizeichen'. Jo hatte das Gefühl als würde sie schon ewig warten bis jemand abnahm, sie wollte schon wieder auflegen als plötzlich jemand abnahm. „Hallo!“ hörte Jo eine männliche Stimme sagen. „Ähm.. Hallo. Ich bin Joana Klasen und ich hab gerade im Internet gelesen das sie einen Roadie suchen!“ erklärte ihm Jo, wobei sie versuchte nicht all zu nervös zu klingen. „Ja Hallo. Ich bin Dirk. Ja wir suchen einen Roadie. Haben sie denn Erfahrung mit so was?“ stellte er nun die Frage. Jo war schon kurz davor auf zu geben. „Ich...Nein, hab ich nicht. Aber sie suchen einen Roadie und ich brauch dringend einen Job.“ sagte Jo und rechnete schon damit das man ihr eine Absage erteilt. „Nun ok. Sie kriegen eine Chance. Wir können uns treffen und dann alles weitere besprechen!“ sagte Dirk. „Können sie in einer Stunde in der Milchbar in Kreuzberg sein?“ fügte er noch die Frage hinzu. „Ja das ich kein Problem. Viele Dank“ sagte Jo ohne zu wissen worauf sie sich da eingelassen hat. „Na dann bis in einer Stunde!“ sagte Dirk und noch bevor Jo etwas erwidern konnte hatte er schon aufgelegt. Jo ging noch einmal zur Rezeption und fragte nach einem Stadtplan, den ihr Sarah aushändigte. Nach kurzem studieren der Karte hatte sie auch schon den Weg nach Kreuzberg gefunden und machte sich auf den Weg zur S-Bahnstation. Nachdem Jo in Kreuzberg ankam brauchte sie vom S-Bahnhof gar nicht lange suchen, denn die Milchbar war nur ein paar Minuten entfernt. Jo stand vor der Bar und dachte das sie hier vielleicht doch nicht richtig ist, denn eine seriöse Bar sieht anders aus. Kurz seufzte Jo und ging dann doch rein. Sie war viel zu früh dran, Dirk würde erst in 20 Minuten da sein. Also ging sie an den Tresen und setzte sich. Ein Augenblick verging, bevor der Barmann auf sie zukam. Er wirkte jetzt nicht sehr sympathisch. Total tätowiert, das Hemd ziemlich weit auf geknöpft und eine Cap samt Sonnenbrille auf dem Kopf. Jo schluckte. So ganz behagte ihr diese Situation ganz und gar nicht. „Na schöne Frau. Haben sie schon gewählt?“ fragte der Barmann und lächelte sie an. „Ja hab ich. Ich hätte gerne eine Cola!“ gab Jo zur Antwort und schon drehte sich der Barmann um und machte sich ans Werk. Nach einen kurzen Moment kam er wieder zurück und stellte Jo die Cola hin und verschwand wieder. Jo sah sich etwas in der Bar um. Es war nicht sehr voll gerade, hier und da saßen ein paar Leute die sich angeregt unterhielten. Sie ließ ihren Blick weiter schweifen. Die Tische und Stühle sahen schon etwas abgenutzt aus, was Jo aber nicht weiter schlimm fand denn es passte in diese Bar. Hinter dem Tresen waren eine Reihe Alkoholischer Getränke aufgereiht. Von denen Jo nicht viele kannte. Das wollte sie auch gar nicht, denn genug schlechte Erfahrung mit Alkohol hatte sie genug. „Hallo. Bist du Joana?“ wurde Jo plötzlich aus ihren Gedanken gerissen und dreht sich um. Sie sah in die grünen Augen eines ihr Fremden Mannes der sie neugierig musterte. „Ähm...Ja, die bin ich. Haben wir miteinander telefoniert?“ fragte Jo und mit einem mal wurde sie wieder nervös. Die ganze Zeit als sie sich in der Bar umsah hatte sie für einen Moment vergessen weswegen sie hier war. „Tja. Dann willst du also den Job als Roadie?“ fragte Dirk und winkte dem Barmann zu und bestellte sich einen Jack Daniels. Jo schluckte. Es war gerade mal später Nachmittag und schon trank dieser Mann. Das konnte ja noch was werden. „Ja den würde ich schon gerne haben!“ sagte Jo und sah etwas beschämt auf ihr Glas. „Kannst du denn auch irgendein Instrument spielen?“ fragte Dirk und sah sie wartend an. Jo sah auf. „Ja das kann ich. Ich spiele Gitarre und Bass. Ist zwar schon eine Weile her das ich gespielt habe, aber ich kann es. Ich hatte mich auch mal am Schlagzeug versucht, was mir aber nicht sonderlich gut gelungen ist. Es klang furchtbar!“ erzählt Jo und ein Lächeln lag auf ihren Lippen. „Ist auch alles nicht so einfach. Egal welches Instrument man spielt.“ sagte Dirk und zwinkerte Jo zu. Dirk hatte mittlerweile seinen Jack Daniels ausgeleert und bestellte sich gleich noch einen. Jo beobachtete Dirk etwas skeptisch von der Seite. Sie wusste nicht was sie von ihm halten sollte. Auf der einen Seite war er recht sympathisch. Aber das er schon so viel Alkohol trank behagte ihr nicht sehr. Nach ein paar Jack Daniels und Cola später hatte sich die Stimmung zwischen den beiden etwas gelöst und Jo fühlte sich nicht mehr allzu unwohl in der Nähe von Dirk. Es wunderte sie. Er hatte schon einige von diesen Gläsern getrunken, machte aber noch nicht den Eindruck als wäre Dirk betrunken. „Ok ich denke du haste den Job!“ sagte Dirk mit einem mal und Jo dachte erst sie würde nicht richtig hören. „Was? Wirklich?“ fragte Jo etwas ungläubig. „Ja. Du kannst bei uns anfangen! Hast du eine Telefonnummer unter der wir dich erreichen können oder eine Adresse?“ fragte Dirk ganz unverblümt. Jo sah wieder kurz auf ihr Glas. „Ich...Ich bin erst seid heute hier in Berlin. Ich habe noch keine Wohnung. Ich wohne zur Zeit in einem Hostel. Und eine Telefonnummer kann ich dir nur von da geben.“ sagte Jo und ihre Stimme klang etwas beschämt. „Hey das macht doch überhaupt nix. Ich gebe dir meine Nummer. Und du gibst mir Adresse und Nummer von dem Hostel in dem du gerade bist!“ erklärte ihr Dirk und grinste sie an. Jo nickte und fragte bei dem Barmann nach Zettel und Stift und schrieb Dirk alles auf. Beide tranken noch kurz ihre Gläser leer und machten sich dann auf dem Weg nach draußen. Es war bereits später Abend und Jo wurde langsam müde, schließlich war sie seid dem frühen morgen unterwegs. Die Schmerzen die sie am Morgen noch spürte waren nicht mehr allzu schlimm und die viele blauen Flecken hatte Dirk durch die lange Kleidung die Jo trug nicht sehen können. Wofür Jo sehr froh war. „Komm ich bring dich noch ins Hostel zurück. Du solltest um diese Uhrzeit nicht mehr hier alleine rum laufen!“ sagte Dirk und zog sie in Richtung eines Taxis. Nachdem sie am Hostel angekommen waren stieg Jo aus, drehte sich aber noch mal zu Dirk um. „Danke fürs herbringen. Du meldest dich dann, oder?“ hakte sie noch einmal nach. „Hab ich gerne gemacht. Ich melde mich die Tage bei dir! Gute Nacht!“ gab Dirk zurück. „Gute Nacht!“ sagte Jo noch und machte dann die Tür vom Taxi zu. Sie ging direkt auf ihr Zimmer. Es war noch immer keiner da. Wahrscheinlich waren alle noch unterwegs. Was sollte man auch sonst in so einer großen Stadt wie Berlin machen? Hier konnte man viel machen. Irgendwann wollte Jo sich auch noch mal die Stadt ansehen, schließlich war das ja jetzt ihr neues zu Hause. Sie ging auf ihr Bett zu wo noch ihre Sachen standen und holte ihre Schlafsachen und ein Handtuch daraus und ging ins Badezimmer. Jo zog sich ihre Sachen aus und stellte sich unter die Dusche. Wie gut das doch tat. Jo hoffte das sie sich hier schnell einlebte. Sie war auch darauf gespannt wie die anderen Bandmitglieder so sind. Und für welche Band sie jetzt arbeiten würde. Sie würde es bald rausfinden. Seufzend dreht Jo das Wasser ab und trat aus der Dusche. Sie trocknete sich schnell ab und zog sich ihre Sachen an. Kurz ging Jo noch zum Waschbecken um sich die Zähne zu putzen. Anschließend sammelte Jo noch ihre Sachen zusammen und verließ das Badezimmer, warf ihre Sachen auf ihre Tasche und ging ins Bett. Sie lag keine 5 Minuten im Bett da waren ihr auch schon die Augen zugefallen.
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