Eine etwas ältere FF von mir. Man merkt am schlechten Schreibstil und an der niveaulosen Idee, dass ich dazemals, als ich die Geschichte verfasst hatte, viel jünger war

Aber ich liebe die FF trotzdem & deshalb will ich die hier mit euch teilen

Lg

Sanne <3

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Bela, Farin und Rod saßen gemütlich an ihrem Frühstückstisch, aßen ihre Semmeln und tranken ihren Tee. Es war ein ganz normaler Samstagvormittag, doch irgendwas würde heute anders sein, als üblicherweise. Vor allem Farin hatte so ein mulmiges Gefühl im Bauch. Denn irgendetwas war komisch. Wenn er nur wüsste, was. Aber auch Bela und Rod hatten so eine Vorahnung, dass an jenen Tag irgendetwas geschehen würde. Nur was genau, dass konnten auch sie nicht sagen.
Zur selben Zeit saß eine junge Frau in einem Zug und starrte aus dem Fenster. Sie wusste, dass das kein normaler Samstagvormittag werden könnte, denn sie wusste etwas, was weder Farin noch Bela noch Rod wussten. Und irgendwie musste sie es ihnen beibringen. Ein paar Regentropfen klatschten gegen die Scheibe. So ein typischer, grauer, langweiliger Samstagvormittag in einem Zugabteil eben.
Nach einiger Zeit hielt der Zug an und die Frau betrat den Bahnsteig mit zittrigen Beinen. Was würde er wohl sagen, wenn er es erfährt? Tränen kullerten ihr über die Wangen. Als es schließlich zu regnen begann, merkte auch kein Passant mehr, dass sie weinte. „Hätte ich doch einen Regenschirm mit“, wimmerte sie, während sie planlos durch die verlassenen Straßen lief. Logisch, keine Menschenseele war in der Stadt, wenn es regnete.  Sie wusste auch nicht, wo sie ihn finden könnte, also musste sie ihn suchen, in einem nicht sehr begrenzten Umfeld. Hin und wieder sah sie in den grauen Himmel und hoffte, der Regen würde wenigstens etwas nachlassen, denn inzwischen war sie vollkommen durchnässt. Das würde wohl eine nette Grippe geben. Aber das war ihr im Moment egal. Sie hatte keine Wahl, es war nötig, ihn wieder anzutreffen. Nachdem sie zwei oder drei Menschen, die trotz des Unwetters spazieren gingen oder zumindest gerade auf dem Heimweg waren, fragte, konnte sie endlich seine Adresse haben. Anscheinend kannten die Leute ihn. Klar, er war ja nicht irgendjemand. Als sie vor seiner Haustür stand, zitterte sie. Sie hatte große Angst und zwar davor, ihm in die Augen zu sehen und vor seiner Reaktion, wenn er alles erfährt. Mit ihren frierenden Fingern drückte sie die Türklingel und wartete. Am liebsten wäre sie weggerannt, doch jetzt war es zu spät. Ihr Herz raste und sie bekam kaum noch Luft. Nach einigen Minuten hatte immer noch niemand geöffnet. Was wäre, wenn er gar nicht hier wohnen würde? Noch im selben Moment, als sie sich das dachte, läutete sie noch einmal. Jeder normale Mensch wäre inzwischen wieder gegangen, es könnte ja sein, dass die Bewohner des Hauses gerade nicht zu Hause wären, aber sie stand weiterhin stur vor der Tür und fing an sturm zu läuten. Aus Verzweiflung. Und sie fing langsam an auch zu glauben, dass er nicht zu Hause war, aber sie hatte keine Energie mehr, weg zu gehen. Schließlich klopfte sie nur noch mit der Faust gegen die Tür

 

„Mann, welcher Idiot läutet Samstagvormittag sturm?“, raunte Bela mit starrem Blick in seine Kaffeetasse. „Erwartet einer von euch Besuch?“, fragte Rod. Nachdem beide Bandkollegen verneinten, beschloss Farin dennoch zu öffnen, es könnte ja die Post sein. Als er die Tür aufschloss, traf ihn fast der Schlag. Dort stand nicht der Briefträger oder ein Zeuge Jehovas, der ihm einen Wachturm andrehen wollte, nein. Davor stand eine aufgelöste, völlig durchnässte, junge Frau mit rot geschwollenen Augen die anscheinend nicht mehr sprechen konnte, da sie zwar den Mund öffnete, aber keinen Ton herausbrachte. „Suzanne?“, fragte Farin leise. Totenbleich stand er ihr gegenüber und wagte sich nicht mehr zu bewegen.
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